Amt Niepars: Gemeinde Niepars

Gemeinde Niepars

Die Gemeinde Niepars liegt etwa 10 km westlich der alten Weltkulturerbestadt
Stralsund. Das Gemeindegebiet umfasst ein Areal von 35 qkm. Mitten durch
die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 105. Nördlich dieser Straße liegen die
Ortsteile Duvendiek, Zansebuhr und Niepars, südlich davon Martensdorf und
Obermützkow. Die Bahnstation der Ost-West-Verbindung Stralsund–Rostock liegt
in Martensdorf.

Alle fünf Dörfer, die zur Gemeinde gehören, haben in jüngster Zeit eine beachtliche
Entwicklung genommen. Duvendiek, der nördlichste Ortsteil der Gemeinde, ist ein
beschauliches Dörfchen, das wegen der landschaftlich schönen Lage bei vielen
Eigenheimbauern beliebt ist. Ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb und eine
Tischlerei sind die größten Unternehmen im Ort.
Im Jahr 2001 hat sich das „Naturcamp zu den zwei Birken“ etabliert. Es bietet
neben Camping- und Caravanstellplätzen 85 Übernachtungsplätze in einer Ferienhaussiedlung an.
Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst rasten auf den Feldern der Umgebung Kraniche
in großer Zahl.

Auf der Landstraße 21 in südlicher Richtung kommt man nach Zansebuhr. Über
eine Lindenallee mit alter Kopfsteinpflasterung erreicht man den Ortskern. Seit
Jahrhunderten war Zansebuhr ein Gutsherrensitz. Heute prägen schöne Wohnhäuser
das Ortsbild. Nur das alte Gutshaus erinnert an frühere Zeiten.
Über einen Radweg oder die Landstraße gelangt man weiter südlich schnell in den
Hauptort Niepars. Er ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Von der über 725-
jährigen Geschichte des Ortes spricht die mittelalterliche Kirche. Der gotische Bau ist
mit einer barocken Innenausstattung versehen worden. Die 150-jährige Memelorgel
wurde restauriert und kündet vom Können hanseatischer Orgelbaukunst.
Seit dem vorigen Jahrhundert hat sich in Niepars Handwerk und Gewerbe entwickelt.
Von der politischen Wende 1989 an haben sich außerdem zahlreiche neue
Firmen angesiedelt.

Mit dem Jahr 1992 ist Niepars auch Verwaltungsstandort von zehn umliegenden
Gemeinden geworden.
In der Prof.-Gustav-Pflugradt-Regionalschule werden ca. 370 Schüler unterrichtet. Kindergarten,
Krippe und Hort bieten Platz für 150 Kinder. Die architektonisch eigenständig
gestaltete Gemeindebibliothek befindet sich im sogenannten „Bücherturm“. In der 1997
entstandenen Sport- und Freizeitanlage entwickeln die Vereine ihre Aktivitäten.
Westlich der L 21 (Verkehrsverbindung zwischen der B 105 und der Stadt Barth-
Vinetastadt) ist ein Wohngebiet entstanden, das inzwischen aufgrund der großen
Nachfrage erweitert wurde.

Südlich der B 105 schließt sich der Ortsteil Martensdorf an. Die ehedem rein landwirtschaftlich
geprägte Struktur wird heute durch das 1991 errichtete Gewerbegebiet
bereichert. Etliche neu angesiedelte Firmen und zwei landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe
bieten zahlreichen Menschen Arbeit. Außerdem gibt es viele schmucke
Einfamilienhäuser. Am südlichen Zipfel der Gemeinde liegt der Ortsteil
Obermützkow. Auf dem alten Gutsgelände sind die steinernen Zeugnisse der
Gutsstruktur von Vorpommern gut erhalten. Im früheren Speicher des Gutshofes ist
1999 ein Agrar- und Technikmuseum eröffnet worden. Neu ist die moderne Reithalle
mit gastronomischer Betreuung, die vom Reit- und Fahrverein betrieben wird.
Durch das Jugendhaus Storchennest e. V. wird hier zudem eine betreute Wohnform
für Jugendliche angeboten. Der Verein ist Träger mehrerer Kindereinrichtungen der
Region. Seinen Hauptsitz hat das Jugendhaus Storchennest e. V. in der 2004 neu
errichteten Fachwerkscheune in Niepars. Ein landwirtschaftlicher Betrieb bearbeitet
die Äcker des früheren Gutes.

Die Einwohner werden kulturell durch den Freizeitverein Obermützkow betreut.
Eingebettet in die liebliche Endmoränenlandschaft des küstennahen Gebietes
zwischen Barthe und Prohner Bach, etwas abgelegen von den großen Touristenzentren
Rügen, Stralsund und Halbinsel Darß/Zingst, bietet die Gemeinde in
einer wild- und waldreichen Umgebung Möglichkeiten für Reit- und Individualtourismus.

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