Amt Niepars: Gemeinde Groß Kordshagen

Gemeinde Groß Kordshagen

Die Gemeinde Groß Kordshagen befindet sich im nordwestlichen Teil des Amtsbereiches.
Die Gemeinde setzt sich aus den beiden Ortsteilen Groß Kordshagen und
Flemendorf zusammen.
Durch die Ortslage Groß Kordshagen verläuft die L 21, die in östlicher Richtung
nach Stralsund und in westlicher Richtung nach Barth führt.

Die Gemeinde Groß Kordshagen sieht für sich in der Zukunft die Hauptfunktion im
Bereich des umweltfreundlichen Tourismus und die Nebenfunktion in den Bereichen
des Kleingewerbes, der Dienstleistung und in der Landwirtschaft.
Die Hauptfunktion resultiert aus der direkten Angrenzung der Gemeinde an den
Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“. Einen Aufschwung erwartet
die Gemeinde durch die Campinganlage, die in der nördlichen Ortslage von Groß
Kordshagen entstanden ist.
Die vorhandenen Plattenwege sowie der asphaltierte Ostseeradfernweg im Bereich
der Campinganlage zwischen Barth und Stralsund bilden ein gutes Rad- und
Wanderwegenetz für die aktive Freizeitgestaltung.

Für Wassersportler sind der Hafen Zühlendorf, der 2002 ausgebaut wurde, sowie
die Häfen Dabitz und Flemendorf nicht weit entfernt. Die reizvolle Landschaft
des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft“ mit den vielen seltenen
Pflanzen und Vogelarten (Eisvogel, Kivoitt, Weißstorch u. v. a.) sind nicht nur
für Naturliebhaber interessant. Im Herbst rasten auf den Feldern der Gemeinde
Kraniche und Graugänse.
Auch für den Sport wird in der Gemeinde Groß Kordshagen viel getan. 1963 wurde
ein Anglerverein gegründet und im Jahr 1972 kam ein Fußballverein dazu. Der
jüngste Verein ist der Elternverein, der den Kindergarten übernommen hat und der
auch die älteren Bürger der Gemeinde betreut.
Eine über 70-jährige Tradition hat die freiwillige Feuerwehr, die besonders viele
kulturelle Höhepunkte wie Dorffest und Weihnachtsmarkt schafft.

Ein Zeugnis der historischen Geschichte der Gemeinde stellt die Marienkirche in
Flemendorf dar. Sie stammt wahrscheinlich aus den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts
wie auch die Wandmalereien, die im Inneren der Kirche zu sehen sind.
Ein vor Kurzem angefertigtes dendrochronologisches Gutachten besagt, dass
die Bäume, die für den Dachstuhl der Kirche verbaut wurden, im Jahre 1382 in
Südschweden oder auf Gotland eingeschlagen wurden. Damit ist die Kirche älter
als bisher angenommen.
Die Malereien wurden 1937 freigelegt und teilweise ergänzt, so ist der Riese
Christopherus dort abgebildet, der das Jesuskind durch das Wasser trägt. Beachtenswert
sind auch einige Holzarbeiten, wie der barocke Taufengel und das
Sakramentshaus aus Eichenholz mit Tür, Eisengitter und dem Altar sowie die frisch
restaurierte Grüneberg-Orgel.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist das Windrad, welches abseits
der Dörfer am Boddendeich steht. Erstmals erwähnt wurde diese spezielle Art der
Ausnutzung der Windkraft im Jahre 1394.
Diese Windräder wurden zur Entwässerung des Landes an der Ostsee genutzt.
Bei diesem handelt es sich um ein vertikal laufendes Windrad, das im Kopf eines
Stahlmastes auf einem drehbaren Querträger angeordnet ist. Die schräg gestellten
Flügel werden durch den Luftstrom in Bewegung gesetzt. Heute ist das Windrad
ein technisches Denkmal. Eine Restaurierung erfolgte im Jahre 2005.

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