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Siedlungsgeschichte:
Die Besiedlung des Raumes zwischen Stralsund und Barth erfolgte in den einzelnen Dörfern annähernd zur gleichen Zeit. Bereits in der jüngeren Steinzeit, ca. 3000 v. Chr. sind hier Ackerbauern und Viehzüchter nachweisbar. Aus dieser und späterer Zeit liegen leider keine Kenntnisse vor. Germanische Stämme waren hier wohl zeitweise sesshaft, verließen aber im 5, Und 6, Jahrhundert die Gegend. Im 7. Jh. wanderten Slaven ein, die das Gebiet in Besitz nahmen, Wälder rodeten und Ackerbau betrieben. Nach der Zerschlagung des letzten Slavensitzes auf Rügen (Arkona) wurde mit Christianisierung ein neues Zeitalter eingeleitet. Niepars wurde 1282 erstmals urkundlich unter dem Namen Nipriz erwähnt. Bereits ab dem 14. Jahrhundert bestanden enge Verbindungen zur Stadt Stralsund. 1695 gehörte die Gemeinde Niepars zum Barther Distrikt und war ein Kirch- und Bauerndorf mit einem Ackerhofe, Um 1800 entwickelt sich Niepars zu einem Gutsdorf mit einem Rittergut. Handwerker siedelten sich an und die Torfgewinnung spielte eine Rolle. In der 2. Hälfte des 19. Jh. war Niepars ein Handwerkerdorf, indem es neun Schuhmacher, sechs Schneider, vier Maurer, vier Zimmerleute, vier Weber und vier Tischler gab, Zu Beginn des 20. Jh. wurde das Rittergut Niepars aufgesiedelt. In den 30er und 40er Jahren entstanden zahlreiche Klein- und Kleinstbetriebe (u.a. drei Gaststätten, zwei Schmieden, drei Stellmacher, ein Sattler, zwei Tischler, vier Schuster, zwei Schlachter und ein Friseur).
Bis 1944 hatte Niepars 800 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Gemeinde 1000 Umsiedler auf. 1950 wurde eine Zentralschule eingerichtet. 1952 wurde eine LPG gegründet. Anfang der 50er Jahre begann man in Niepars mit dem staatlichen Wohnungsbau, der 1964 nochmals ergänzt wurde. 1980 wurde ein Wasserwerk gebaut.
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